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Die interaktive Bibliographie der Diskursanalyse

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Siefkes, Martin; Schöps, Doris (Hg.)
Neue Methoden der Diskursanalyse.
Quelle: [Themenheft Zeitschrift für Semiotik, Bd. 35 (2014) (H. 3-4)].

Informationen

Editorial/Inhaltsverzeichnis

Web-Info: http://www.stauffenburg.de/asp/books.asp?id=1303; http://siefkes.de/de/diskurs

Das vorliegende Heft der „Zeitschrift für Semiotik“ bezieht verschiedene Traditionen der Diskursanalyse aufeinander, die sich innerhalb der Linguistik und Semiotik in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. In insgesamt 10 Forschungsartikeln wird ein großes Spektrum an Methoden abgedeckt. Die behandelten Themen reichen dabei von der Metropolenforschung über die Rezeptionsforschung bis hin zu Gender studies und (Post-)Kolonialismus. Die Einführung verortet die Beiträge innerhalb theoretischer Schulen und weist mit Hilfe semiotischer Begrifflichkeiten die Zusammenhänge und Divergenzen der Ansätze nach.

Lange Zeit war umstritten, in welchem Maß die Linguistik für formale und inhaltliche Strukturen oberhalb der Satzebene überhaupt zuständig ist. Zwar beschäftigte sich seit den 1960er Jahren die Textlinguistik mit satzübergreifenden Strukturen; doch die Analyse von Diskursen – verstanden als textübergreifende Muster des Sprachgebrauchs, aber auch als jene Praktiken und Wissensformationen, die diese erzeugen – wurde erst relativ spät als genuin linguistischer Forschungsgegenstand aufgegriffen.

Ausgehend von der Neufundierung des traditionsreichen Begriffs „Diskurs“ durch Michel Foucault, die mit Blick auf die wirklichkeits- und subjektkonstituierende Kraft der Sprache erfolgte, entwickelte sich die Diskursanalyse seit den 1980er Jahren als eine Methode, die innerhalb der Linguistik ebenso wie der Sozialwissenschaften (etwa in Soziologie, Politologie und Genderstudies) angewandt wird.

In den letzten Jahren haben sich diskursanalytische Verfahren in vielen Bereichen außerhalb der Lautsprache etabliert. Innerhalb kurzer Zeit sind diskursanalytische Ansätze unter anderem für Bilder, Filme, Gesten und Körperhaltungen entwickelt worden. Der Erfolg dieser Verfahren lässt es naheliegend erscheinen, Diskurse in allen gesellschaftlichen Praktiken anzusiedeln, in denen Bedeutung erzeugt und verhandelt wird. Die Verallgemeinerung der Diskurslinguistik zur Diskurssemiotik führte sowohl zur Anpassung der theoretischen Grundlagen als auch zur Entwicklung von Analyseverfahren für zahlreiche nicht-sprachliche Kodes. Eine weitere Herausforderung stellen multimodale Diskurse dar, bei denen mehrere Sinnesmodalitäten und/oder semiotische Modalitäten (Kodes) zusammenwirken.



INHALT:

Einführung:
Martin Siefkes und Doris Schöps
Von der Diskurslinguistik zur Diskurssemiotik


I - Visuelle, kinesische und multimodale Diskursanalyse

John Bateman
Dynamische Diskurssemantik als ein allgemeines Modell für Semiose. Überlegungen am Beispiel des Films

Silke Betscher
Bildmuster - Wissensmuster.
Ansätze einer korpusbasierten Visuellen Diskursanalyse

Doris Schöps
Korpusgestützte filmische Diskursanalyse am Beispiel des DEFA-Films


II - Methodologie der Diskursanalyse

Martin Siefkes
Wie wir die Zusammenhänge von Texten, Denken und Gesellschaft verstehen.
Ein semiotisches 4-Ebenen-Modell der Diskursanalyse

Janina Wildfeuer
Formale Zugänge zur Diskursanalyse


III - Korpusbasierte sprachliche Diskursanalyse

Noah Bubenhofer, Nicole Müller und Joachim Scharloth
Narrative Muster und Diskursanalyse.
Ein datengeleiteter Ansatz

Alexander Ziem
Jenseits von Schlüsselwörtern.
Argumentstruktur-Konstruktionen als diskurslinguistische Analysekategorie


IV - Einzelne Diskursbereiche

Ingo Warnke und Thomas Stolz
(Post)Colonial Linguistics, oder:
Was ist das Koloniale an kolonial geprägten Diskursen?

Ernest W.B. Hess-Lüttich
Stadtraum, Stadtzeichen, Stadtplanung.
Ökosemiotische Ansätze zur Analyse diskursiver Strukturen beim energetischen Stadtumbau

Sven Staffeldt
Knabe, Röslein, Vergewaltigung.
Wo bleibt nur der Diskurs?

Verschlagwortung

Methodologien: Methods of discourse research; semiotics; Visual Culture; discourse linguistics; corpus linguistics; quantitative analysis; Systemic Functional Linguistics; colonial discourse
Disziplinen: Diskursanalyse; semiotics; sociolinguistics; semantics; Text Linguistics; discourse analysis; visual culture
Schulen/Theorien: Discourse Linguistics; cognitive semantics; Colonial Studies; analysis of practices; Discourse Semantics; structuralism; Systemic Functional Linguistics
Objekte: Ideology; image; intentionality; visual communication; semiotic systems; colonialism; city; gender; embodiment; political discourse; textual corpus
Genre: Special Issue Journal

Erstellt 2014-12-13 20:24 von Martin Siefkes - Geändert 2017-01-06 00:05 von Luther Blissett

 

 


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